Sauerkraut – ganz einfach selbst gemacht und ohne Gärtopf

Sauerkraut ist super, es ist lecker, gesund und ganz leicht selbst zu machen. Man verbraucht auch keine Energie zum Einkochen, denn Sauerkraut wird milchsauer vergoren. Das hat übrigens nichts mit Milch zu tun, wir Veganer dürfen also hemmungslos zuschlagen. Und im späten Herbst/Winter gibt es Weißkohl sehr günstig und aus heimischem Anbau.

Ich wollte immer einen Gärtopf haben, um mal selbst Sauerkraut zu machen. Und dann las ich, dass man das auch direkt im im Einmachglas machen kann. Mein erster Versuch war super, es war lecker, perfekt vergoren und hatte genau den richtigen Salzgehalt. Meine nächsten Versuche waren mal ok, mal zu salzig oder sind mir vergammelt, weil ich sie zu lange im Warmen gelassen habe. Diesmal habe ich ein gutes Gefühl, ich glaube ich habe alles richtig gemacht und freue mich schon, wenn ich in ca. 8 Wochen probieren darf.

Los geht’s also. Der fein geschnittene Weißkohl (ich nehme dazu eine Küchenmaschine) wird gestampft. Ich nehme dazu einen Kartoffelstampfer und fülle einen großen Topf etwa 20 cm hoch mit Kohl. Nach etwas Stampfen gebe ich einen Teil des Salzes dazu und stampfe weiter. Da ich Stampfen nervig finde und immer das Gefühl habe, ich breche dabei die Fasern nicht genug auf, knete ich das Kraut immer noch mit den Händen ordentlich durch. Dann kommt die nächste Runde Kohl oben drauf, Stampfen, Salzen, Stampfen, Kneten, fertig. Es muss richtig gut Wasser aus dem Kraut austreten und das Kraut soll sich beim kneten nachgiebig anfühlen. Dann schichte ich das Kraut fest in Schraubgläser, so dass oben die Flüssigkeit steht und alles bedeckt. Ich lasse ca. 0,5 cm bis zum Deckel frei und schraube den Deckel auf, aber nicht ganz fest, damit Gase und Flüssigkeit beim Gärprozess entweichen können.

Was die Salzmenge angeht richte ich mich nach diesem Rezept: also 6 g Salz pro kg Kraut. In vielen Rezepten wird mehr Salz genommen, aber dann wird es für mich einfach zu salzig. Auf der Seite gibt es auch noch mehr Infos zum Ablauf der Gärung und was es noch so zu beachten gibt.

Die Gläser stehen jetzt erst mal in der warmen Küche, für ca. 1 Woche. Erfahrungsgemäß wird da noch Flüssigkeit austreten, darum stehen die Gläser auf einem Tuch. Wenn nichts mehr gärt schraube ich die Gläser fest zu und stelle sie in die dunkle, kühlere Speisekammer.

  

Der Rotkohl ist ein erster Versuch. Ich habe alles genau so gemacht wir mit dem Weißkohl. Ich bin mal gespannt. Das Internet sagt dass es geht und lecker ist, aber etwas anders schmeckt als normales Sauerkraut.

Rotkohl färbt übrigens wie Sau. Wusste ich eigentlich, ich habe aber nicht bedacht, dass natürlich auch die austretende Flüssigkeit färbt. Die Gläser standen auf einem Tuch auf meinem Holztisch in der Küche. Der hat dann rote Flecken bekommen, die aber zum Glück wieder ab gingen.

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